Employer Branding – Wie positioniere ich mich als attraktiver Arbeitgeber? 


Der Wettbewerbsdruck beim Gewinnen und Halten von Fachkräften schafft sowohl innerhalb des  Unternehmens als auch in der Außendarstellung Handlungsbedarf. Intern gilt es, Potenziale zu pflegen, zu heben und zu entwickeln. Extern geht es um die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber.

Im Forum Employer Branding tauschen sich Unternehmen darüber aus, wie sie eine authentische und attraktive Arbeitgebermarke etablieren können. Praxisorientierte Impulsvorträge, Best Practice Sharing und informeller Austausch im Sinne einer kollegialen Beratung stehen dabei im Fokus. Bringen Sie Ihre Themen ein und nehmen Sie Ideen und Konzepte für die eigene Praxis mit ins Unternehmen. Auf Ihre Anregungen und Impulse freut sich die Arbeitskreisleiterin Inga von Nolcken, Hermes Germany GmbH, Inga.vonNolcken@hermesworld.com.

Ab 2016 übernimmt Inga von Nolcken, Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH, die Leitung des Forums. Sie löst Helke Krüsemann, Hamburger Hochbahn AG, ab, die das Forum von 2012 bis 2015 leitete. In drei Veranstaltungen stellten Unternehmen, die am Aufbau eines Employer Brandings arbeiten, die verschiedenen Schritte des Prozesses vor. Fachlichen Input zum Aufbau einer authentischen Marke lieferten Vorträge von Experten/-innen aus dem überregionalen ddn-Arbeitskreis und aus einer Markenagentur. Weitere Themen waren der Einsatz und die Relevanz von Social Media und von Arbeitgebersiegeln im Employer Branding.ie Relevanz von Social Media und von Arbeitgebersiegeln im Employer Branding.

Vorschläge für den weiteren Austausch im Forum:  

  • Zukunftsthemen in der Rekrutierung
  •  Einsatz von Social Media
  • Wie gewinne ich die Mitarbeiter/-innen langfristig als Markenbotschafter?
  • Wie sichere ich mir die Unterstützung im Unternehmen/der Leitung? 
  • Wie entwickelt man Kennzahlen zum Employer Branding? 
  • Umsetzungsbeispiele aus Unternehmen

Download: Selbstverständnis des Forums, pdf

Kontakt: Inga von Nolcken, Referentin Personalmarketing Human Resources, Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH, Inga.vonNolcken@hermesworld.com

 

 

Veranstaltungen 

  • 29.11.2015: ddn-Hamburg präsentiert das INQA-Audit
    Download: Präsentation INQA-Audit Austauschforum 24.11.2015, pdf
  • 20.11.2014: „Was leisten Arbeitgebersiegel? Erfahrungsaustausch über Nutzen und Wirkung", Impulse: Inga Gericke, ALK-Abelló Arzneimittel GmbH zum Siegel „Great Place to Work“, Winald Kasch, ORGANEO/Holisticon AG, Great Place to Work und Hamburgs Beste Arbeitgeber
  • 23.09.2014: „Von der Idee über das Konzept zur Umsetzung - EB am Beispiel der Hermes Logistik AG“, Impuls: Inga von Nolcken, Referentin Personalmarketing, Human Resources, Hermes Logistik Gruppe Deutschland GmbH
  • 24.02.2014: Employer Branding im Social Web erfolgreich gestalten – Best Practice am Beispiel der Techniker Krankenkasse, Referent: Jürgen Sorg, Techniker Krankenkasse, pdf
  • 16.10.2013: "Wie funktioniert erfolgreiche Markenbildung?", Referent: Heinrich Glasmeyer, Dozent für Branding/Packaging, Inhaber der Agentur Glasmeyer Branding GmbH, pdf
  • 13.06.2013: "Employer Branding und demographischer Wandel – Best-Practice-Beispiele“, Referentin: Heike Andreschak, ddn-Facharbeitskreises „Employer Branding, pdf
  • 17.10.2012: „Das Personalmarketing bei der HOCHBAHN und erste Überlegungen des Unternehmens zum Verständnis und Aufbau eines Employer Brandings“, Referentin: Helke Krüsemann, Hamburger Hochbahn AG, pdf
  • 24.01.2012: "Demographiemanagement in Unternehmen – Erfahrungen aus der Praxis", Referent: Guido Panke, HANSEPREVENT GbR, pdf


„Von Life Hacks und dem Wunsch, verstanden zu werden“ – 
Unternehmen und die Generation Z im Dialog bei ddn Hamburg


Nachwuchskräfte sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt, doch wie erreichen Arbeitgeber die 16- bis 22-Jährigen und wie stellen sie sich auf die Generation Z ein? Die Dodenhof Posthausen KG ist eines der größten privat geführten Shopping-Center Deutschlands und bildet an zwei Standorten ca. 150 Auszubildende und dual Studierende aus. Grund genug für Sybille Schönfeld, Abteilungsleiterin Recruiting, Employer Branding & Ausbildung, den jüngsten Mitarbeitern/-innen in einer Studie auf den Zahn zu fühlen. Im Forum Employer Branding des Demographie Netzwerkes Hamburg (ddn Hamburg) stellte Sie am Mittwoch, dem 26. April 2017, vor 40 Personalverantwortlichen die Ergebnisse zur Diskussion.

In einem gemeinsamen Studienprojekt befragten Schüler/-innen des Kivinan Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft in Zeven ihre Altersgenossen, wie sie sich selber wahrnähmen und was sie von der Arbeitswelt erwarten würden. Sybille Schönfeld berichtete aus der Perspektive des Arbeitgebers über ihre Erfahrungen mit verschiedenen Generationen in einem Unternehmen. „Unterschiedliche Einstellungen, Werte und Erwartungen führen immer wieder zu Missverständnissen und Enttäuschungen“, sagt sie und erläutert in ihrem Vortrag die unterschiedlichen Lebenswelten, Einstellungen, Werte und Ziele.

Im anschließenden World Café stellten die Schüler/-innen mit den Unternehmen „Life Hacks“ für eine produktive Zusammenarbeit der Generationen zusammen. Aus einem besseren Verständnis für die junge Generation kann der Arbeitgeber Hinweise für die Rekrutierung, das Personalmarketing sowie das Employer Branding ableiten. Vier Aspekte wurden an den Tischen beleuchtet:

  1. Welchen Werten folgen die Gen Zler und wie können wir diese im Arbeitskontext berücksichtigen und vielleicht sogar nutzen?
  2. Wie können wir erfolgreich mit den Gen Zlern kommunizieren?
  3. Auf welche Weise können die Arbeitszeiten motivierend für Gen Zler gestaltet werden?
  4. Auf welche Weise können wir die Gen Zler zum Lernen motivieren?

Den Vortrag von Sybille Schönfeld sowie die Ergebnisse der Life Hacks finden Sie hier.

Wir setzen die Diskussion fort, machen Sie mit!

Im Forum Employer Branding tauschen sich Unternehmen darüber aus, wie sie eine authentische und attraktive Arbeitgebermarke etablieren können. Praxisorientierte Impulsvorträge, Best Practice Sharing und informeller Austausch im Sinne einer kollegialen Beratung stehen dabei im Fokus. Die Teilnahme ist kostenfrei. Auf Ihre Anregungen und Impulse freut sich die Arbeitskreisleiterin Inga von Nolcken, Hermes Germany GmbH, Inga.vonNolcken@hermesworld.com.


Susanne Sabisch-Schellhas leitet ddn Hamburg
Frank Hauser (GPW) im Gespräch mit Christoph Wagener, HARTING KGaA, und Prozessbegleiter Thorsten Wächter (v. links)
Frank Hauser (GPW) im Gespräch mit Christoph Wagener, HARTING KGaA, und Prozessbegleiter Thorsten Wächter (v. links)
Susanne Sabisch-Schellhas leitet ddn Hamburg

ddn-Hamburg präsentiert das INQA-Audit


Wie kann ich als Arbeitgeber qualifizierte Beschäftigte gewinnen und halten? Und wie kann ich als Arbeitgeber noch attraktiver werden? Antworten gab das Austauschforum „Unternehmen im Dialog", zu dem das ddn-Regionalnetzwerk Hamburg am 24. November 2015 in das Haus der Wirtschaft eingeladen hatte. Eine Möglichkeit ist die Unterstützung durch das INQA-Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“ im Betrieb – mit ganzheitlicher Analyse, individueller Maßnahmenplanung und begleitender Prozessberatung.

Zu Beginn der Veranstaltung stellte ddn-Regionalnetzwerkleiterin Susanne Sabisch-Schellhas das Hamburger Demographie Netzwerk sowie das deutschlandweite Demographie Netzwerk ddn vor. In Hamburg bieten Foren und Arbeitskreise Unternehmen ein breites Themenspektrum für den Austausch an. Eine Mitgliedschaft im Bundesnetzwerk ddn sichert Unternehmen weitere Vorteile: überregionaler Informationsaustausch, ein erweitertes Themenspektrum, Kontakte sowie Teilhabe an neusten Entwicklungen und Angeboten.

ddn sei ein Netzwerk aus der Praxis für die Praxis. Viele Herausforderungen des demographischen Wandels seien am besten vor Ort in der Region zu lösen, sagte die ddn-Regionalnetzwerkleiterin. In 20 ddn-Regionalnetzwerken und dem Netzwerk ddn Schweiz kämen Unternehmen und Institutionen zusammen, um Ideen und Programme aus den zwölf Facharbeitskreisen des ddn zu diskutieren, praktische Lösungen und Gestaltungen aus Unternehmen auszutauschen und Kompetenz regional zu bündeln. 

Nach dieser kurzen Einführung übernahm Frank Hauser, Leiter von Great Place to Work, dem international tätigen Forschungs- und Beratungsinstitut aus Köln, die Moderation. Frank Hauser stellte das INQA-Audit, an dem neben dem ddn auch die Bertelsmann Stiftung und Great Place to Work beteiligt sind. Das INQA-Audit, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird, will vor allem kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen, eine zukunftsfähige Unternehmenskultur aufzubauen.

Um den Besuchern an praktischen Erfahrungen von Unternehmen mit dem INQA-Audit teilhaben zu lassen, hatten die Veranstalter den Unternehmensvertreter Christoph Wagener, Human Resources bei der HARTING KGaA, und den zuständigen INQA-Audit Prozessbegleiter Thorsten Wächter eingeladen. Die Harting KGaA, ein mittelständischer Industriebetrieb aus Niedersachsen mit über 900 Mitarbeitern, hat die erste Phase des INQA-Audits, den sogenannten Einstiegsprozess bereits erfolgreich durchlaufen. Beide berichteten über ihre Erfahrungen mit dem INQA-Audit. Deutlich wurde, dass die Harting KGaA durch das INQA-Audit wertvolle Hilfe beim Aufbau der eigenen Arbeitgebermarke erhalten hat. Das Audit zeige, dass sich der Arbeitgeber auch um die Belange der Beschäftigten kümmert, sagte Harting-Personalchef Wagener. Aber man müsse die Beschäftigten motivieren, sich aktiv an der Gestaltung des INQA-Audits zu beteiligen und Verantwortung zu übernehmen. INQA-Audit Prozessbegleiter Thorsten Wächter fügte hinzu, dass die Beteiligung der Mitarbeiter/-innen obligatorischer Bestandteil des INQA-Audits sei. 

Das Interesse des Publikums an dem Thema war groß, was sich in der regen Mitarbeit im anschließenden Austauschforum und den engagierten Fragen an die Praktiker auf der Bühne zeigte. Wenn auch Sie Interesse am INQA-Audit haben, finden Sie alle Informationen auf der Internetpräsenz www.inqa-audit.de. Noch können Sie während der Pilotphase zu günstigen Konditionen einsteigen.


Forum Employer Branding

„Wie funktioniert erfolgreiche Markenbildung?"

Heinrich Glasmeyer gibt wertvolle TippsIm Forum „Employer Branding“ des Demographie Netzwerkes Hamburg gab Heinrich Glasmeyer, Dozent für Branding/Packaging und Inhaber der Agentur Glasmeyer Branding GmbH, den Teilnehmern/-innen wertvolle Tipps zur Entwicklung einer attraktiven Arbeitgebermarke. Er erläuterte anhand von positiven und negativen Beispielen von Unternehmenspräsentationen die Dos und Don‘ts bei der Markenbildung.

Heinrich Glasmeyer folgt dem Ansatz von Dr. Häusel, einem führenden Experten des Neuromarketings, der Erkenntnisse aus der Hirnforschung auf Fragen des Konsumverhaltens, Marketings und Markenmanagements überträgt.

Anhand einer „Limbic Map“ skizzierte Glasmeyer drei Hirnareale, in denen die Bereiche Dominanz, Stimulanz und Balance verankert sind. Daraus lassen sich vier Persönlichkeitstypen herleiten: die Novelty Seekers, die Performer, die Socializer und die Security Seekers. Tendenziell sind Novelty Seekers eher jung, offen und erlebnishungrig, die Perfomer ehrgeizig, zielorientiert und statusbewusst, die Socializer suchen verstärkt Spaß, Geselligkeit und ein angenehmes Umfeld und die Security Seekers sprechen am meisten auf Familie, Freundschaft und Sicherheit an.

Beim Aufbau einer Marke setzt Neuro-Marketing gezielt auf Emotionen.

Übertragen auf die Markenbildung bedeutet diese Erkenntnis, dass sich ein Unternehmen genau überlegen muss, in welchem Segment es sich verortet. Dabei sollte nicht versucht werden, sich ein neues Image überzustülpen, das der bisherigen Wahrnehmung vonseiten der Außenwelt und der internen Aufstellung des Unternehmens widerspricht. Als negatives Beispiel nannte Glasmeyer einen Spot mit rappenden Polizisten, der aufgesetzt und lächerlich wirke, da er nichts mit der Realität gemein habe. Hingegen sei die Darstellung tanzender Mitarbeiter/-innen im Spot von McDonald‘s als gelungen anzusehen, denn hier werde entsprechend dem Markenimage die Zielgruppe der Socializer angesprochen.

Als weitere mit dem Markenkern übereinstimmende Unternehmenspräsentationen stellte der Referent den Spot von Danone vor, der Novelty Seekers adressiere, und den Imagefilm von Henkel, der sich an Performer wende und im Dominanzbereich anzusiedeln sei. Ebenso stimmig sei der Spot der Rügenwalder Mühle. Die Nähe zur Natur, geselliges Beieinander und freundschaftlicher Umgang prägen das Verhalten der Mitarbeiter/-innen und sprechen somit Menschen an, die sich im Balance-Bereich wohlfühlen.

Im Anschluss an seinen Vortrag ging Glasmeyer auf konkrete Fragen der anwesenden Unternehmen ein. Spannend war die Frage, wie ein Imagewandel zu erreichen sei. Glasmeyer empfahl, an Bestehendes anzuknüpfen und ein innovatives Element hinzuzufügen. Als Beispiel nannte er einen lokalen Milchproduzenten, der international agiert und dieses nach außen transportieren wollte. Durch die Einführung von Testimonials verschiedener Nationalitäten konnte die Internationalität glaubhaft gezeigt werden. Die Kunst bestehe darin, den Schlüssel zu finden, mit dem ein Imagewandel in die gewünschte Richtung schrittweise vollzogen werden könne.

Glasmeyer gab den Unternehmen den Nutzen von Employer Branding, der sich auch in Kosteneinsparungen niederschlagen kann, mit auf den Weg: Durch die passende Ansprache der Zielgruppen steigen die Verkaufszahlen, Mitarbeiter/-innen binden sich an das Unternehmen und passende Fachkräfte können leichter rekrutiert werden.

Hier können Sie die Vortragsfolien aufrufen: Download